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Objektiv-Simulator und Schärfentiefe-Rechner

Sieh, wie ein Foto mit einem Objektiv aussieht, bevor du es kaufst. Der Schärfentiefe-Rechner (oft auch Tiefenschärfe-Rechner genannt) arbeitet mit echten Objektiven: Wähle eines aus unserer Datenbank und eine Kamera, dann stellst du Brennweite, Blende und die Entfernung zur Person ein. Die 3D-Szene zeigt den Bildausschnitt und wie stark der Hintergrund verschwimmt, daneben stehen die Werte für die Schärfentiefe.

50 mm · f/1,8

Einstellungen

mm
f/1,8
3 m

Ergebnis

Schärfentiefe 37 cm

Scharf von 2,83 m bis 3,2 m

Hyperfokale Distanz
48,2 m
Bildwinkel
46,8° (39,6° × 27°)
Ausschnitt bei der Person
2,16 × 1,44 m

So funktioniert die Simulation

Die Kamera steht auf einem Weg in 1,5 Metern Höhe und stellt auf die Person scharf, die 1,75 Meter groß ist. Markierungen auf dem Boden zeigen die Entfernung. Aus Brennweite, Blende, Sensorgröße und Fokusentfernung berechnet der Simulator für jeden Punkt der Szene, wie groß sein Unschärfekreis im Bild ist, und zeichnet ihn entsprechend weich. Je weiter etwas vor oder hinter der Person liegt, desto unschärfer wird es. Die Werte neben der Ansicht beruhen auf denselben Formeln.

Was beeinflusst die Schärfentiefe?

Vier Werte bestimmen, wie viel des Bildes scharf ist: Blende, Brennweite, Entfernung zum Motiv und Sensorgröße. Eine offenere Blende (kleinere Blendenzahl), eine längere Brennweite und eine kürzere Entfernung verringern die Schärfentiefe. Ein kleinerer Sensor ergibt bei gleichem Bildwinkel und gleicher Blendenzahl mehr Schärfentiefe. Deshalb stellt Vollformat mit f/2,8 den Hintergrund etwa so unscharf wie APS-C mit f/1,8. Der äquivalente Wert im Ergebnis zeigt diese Umrechnung.

Schärfentiefe berechnen

Die hyperfokale Distanz H ergibt sich aus Brennweite f, Blendenzahl N und dem Zerstreuungskreis c, also der größten Unschärfe, die noch scharf wirkt. Diese Seite rechnet mit c = Sensordiagonale ÷ 1500, an Vollformat etwa 0,029 mm, an APS-C 0,019 mm. Aus H und der Fokusentfernung s folgen Nah- und Fernpunkt der Schärfezone. Stellst du auf die hyperfokale Distanz scharf, ist alles von der halben Distanz bis unendlich ausreichend scharf.

H = f² ÷ (N × c) + f

Nahpunkt = s × (H − f) ÷ (H + s − 2f)

Fernpunkt = s × (H − f) ÷ (H − s)

Schärfentiefe-Tabelle

Die scharfe Zone von Nah- bis Fernpunkt an Vollformat bei 3 Metern Entfernung zum Motiv, für gängige Brennweiten und Blenden.

Brennweitef/1,4f/2,8f/5,6f/11
24 mm2,48 m bis 3,79 m2,12 m bis 5,15 m1,64 m bis 18,13 m1,14 m bis ∞
35 mm2,73 m bis 3,32 m2,51 m bis 3,73 m2,16 m bis 4,93 m1,7 m bis 12,93 m
50 mm2,86 m bis 3,15 m2,74 m bis 3,32 m2,52 m bis 3,71 m2,18 m bis 4,8 m
85 mm2,95 m bis 3,05 m2,91 m bis 3,1 m2,82 m bis 3,21 m2,66 m bis 3,44 m
135 mm2,98 m bis 3,02 m2,96 m bis 3,04 m2,93 m bis 3,08 m2,86 m bis 3,16 m

Was die Simulation nicht zeigt

Die Szene ist ein Modell, kein Foto mit einem echten Objektiv. Sie zeigt, wie stark der Hintergrund verschwimmt, aber nicht den Bokeh-Charakter eines bestimmten Objektivs: die Form unscharfer Lichter, Zwiebelringe, Katzenaugen-Bokeh oder Swirl. Auch Vignettierung, Verzeichnung, Schärfeleistung und Focus Breathing werden nicht simuliert, und viele Objektive ändern im Nahbereich ihren Bildwinkel etwas. Dafür helfen Beispielfotos und die Herstellerangaben.

Häufige Fragen

Was ist Schärfentiefe?

Schärfentiefe ist der Bereich vor und hinter dem Fokuspunkt, der im Bild ausreichend scharf wirkt. Genau genommen ist nur eine Ebene scharf. Wie weit die Schärfezone reicht, hängt davon ab, wie viel Unschärfe bei normaler Betrachtungsgröße noch scharf wirkt. Umgangssprachlich heißt sie oft auch Tiefenschärfe, gemeint ist dasselbe.

Wie bekomme ich einen unscharfen Hintergrund?

Öffne die Blende so weit, wie dein Objektiv es zulässt, nimm eine längere Brennweite, geh näher an dein Motiv heran und sorge für viel Abstand zwischen Motiv und Hintergrund. Im Simulator kannst du jeden dieser Punkte ausprobieren und siehst, wie sich die Unschärfe verändert.

Hat ein Crop-Sensor mehr Schärfentiefe?

Bei gleichem Bildwinkel und gleicher Blendenzahl ja. Für denselben Ausschnitt nimmst du an APS-C eine kürzere Brennweite oder stehst weiter weg, und beides vergrößert die Schärfentiefe. Zum Vergleich multiplizierst du die Blendenzahl mit dem Cropfaktor: f/1,8 an APS-C ergibt etwa die Schärfentiefe von f/2,8 an Vollformat. An der Belichtung ändert das nichts, f/1,8 bleibt für die Helligkeit f/1,8.

Was ist die hyperfokale Distanz?

Das ist die Fokusentfernung, bei der die Schärfentiefe gerade bis unendlich reicht. Stellst du darauf scharf, wirkt alles von der halben Distanz bis unendlich scharf, praktisch für Landschaften. Ein 24-mm-Objektiv an Vollformat hat bei f/8 eine hyperfokale Distanz von etwa 2,5 Metern.

Warum kann ich nicht jede Blende wählen?

Wenn du ein Objektiv wählst, bietet der Simulator nur Blenden an, die dieses Objektiv tatsächlich hat, von der größten bis zur kleinsten Blendenöffnung laut unserer Datenbank. Bei Zooms mit variabler Lichtstärke folgt die Grenze der Brennweite. Ohne Objektiv kannst du jede gängige Blendenzahl wählen.

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