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Leica Summicron-M 66mm f/2

Leica M-Mount

Leica Summicron-M 66mm f/2

Brennweite
66 mm
Blende
f/2
Gewicht
456 g
Filter ⌀
49 mm
Naheinstellgrenze
100 cm
Länge
60.1 mm

Überblick

Das Leica Summicron-M 66mm f/2 ist ein kurzes Teleobjektiv mit manuellem Fokus für Leica-M-Kameras und eine Neuinterpretation des Elcan 66mm f/2. Dr. Walter Mandler entwickelte dieses Objektiv Ende der 1960er Jahre bei Ernst Leitz Canada für die US-Marine, es wurden nur rund 200 Stück gebaut. Leica hat das neue Objektiv am 3. September 2026 als Ergänzung der Leica Classic Line vorgestellt. Es ist ein Vollformatobjektiv und wird als limitierte Auflage von 660 Stück gefertigt.

Optischer Aufbau

Das Objektiv besteht aus 6 Linsen in 5 Gruppen und hat eine Offenblende von f/2. Die kleinste Blende ist f/16, die Irisblende hat 9 Lamellen. Laut Leica basiert die optische Konstruktion auf dem Original, wurde aber wie das Gehäuse optimiert und an heutige Standards angepasst. Leica beschreibt die Abbildung als Zusammenspiel aus weichem Bokeh und hohem Kontrast und gibt an, dass das Objektiv abgeblendet maximale Auflösung für feine Details liefert.

Fokussierung und Bedienung

Es wird manuell fokussiert, mit kombinierter Meter- und Fußskala. Die Naheinstellgrenze beträgt 1 m, der größte Abbildungsmaßstab 1:13,4. Wie beim Elcan dreht sich der Blendenring entgegengesetzt zu Standard-M-Objektiven, und die Anordnung der Entfernungsskala folgt laut Leica militärischen Vorgaben. Die Blende rastet mit Halbstufen-Verriegelung ein. Die Gegenlichtblende wird aufgeschraubt. Die Brennweite ist als Zahl 60 am Tubus eingraviert, was für eine gemessene Brennweite von 66,0 mm steht.

Gehäuse und Abmessungen

Das Objektiv wiegt etwa 456 g, ist rund 60,1 mm lang, hat etwa 60 mm Durchmesser und nimmt E49-Filter auf. Das Leica-M-Bajonett hat eine 6-Bit-Kodierung. Die Seriennummer ist zusammen mit der Berechnungsnummer B1047 am Frontring eingraviert, der Schriftzug Leitz Wetzlar ersetzt den Namen Elcan.

Einordnung

Mit 66mm liegt das Objektiv zwischen dem klassischen 50mm und längeren Porträtbrennweiten. In der Datenbank sind das Summicron-M 50mm f/2, das APO-Summicron-M 50mm f/2 ASPH, das APO-Summicron-M 75mm f/2 ASPH und das Noctilux-M 75mm F1.25 ASPH die nächsten Alternativen. Keines davon bietet die ungewöhnliche Brennweite von 66mm oder den umgekehrt laufenden Blendenring.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Ungewöhnliche Brennweite von 66mm zwischen 50mm und 75mm
  • Kompakte f/2-Konstruktion mit 456 g
  • Historischer Hintergrund und Gravuren
  • Irisblende mit 9 Lamellen
  • Naheinstellgrenze von 1 m

Nachteile

  • Limitierte Auflage von 660 Stück, daher eingeschränkte Verfügbarkeit
  • Nur manueller Fokus
  • Blendenring dreht entgegengesetzt zu Standard-M-Objektiven
  • Nur für das M-Bajonett

Fazit

Das Summicron-M 66mm f/2 ist ein Sammlerobjektiv mit echtem optischem Zweck: ein kompaktes kurzes Tele mit ungewöhnlicher Brennweite. M-Fotografen, die die 66mm-Perspektive wollen, finden im System nichts Vergleichbares. Wer vor allem ein gewöhnliches Porträtobjektiv sucht, hat praktischere Alternativen.

Technische Spezifikationen

min. Brennweite
66 mm
max. Brennweite
66 mm
max. Blende (min. zoom)
f/2
max. Blende (max. zoom)
f/2
min. Blende
f/16
Elemente
6
Gruppen
5
Gewicht
456 g (1,01 lb)
Filterdurchmesser
49 mm
min. Fokusdistanz
100 cm (39,37 in)
Länge
60,1 mm (2,37 in)
Durchmesser
60 mm (2,36 in)

Schärfentiefe und Bildwinkel simulieren

An welche Kameras passt das Leica Summicron-M 66mm f/2?

Das Leica Summicron-M 66mm f/2 passt an alle Leica M-Kameras und nutzt dort das volle Kleinbildformat.

Leica M-Kameras

Vollformat:
Leica M EV1, Leica M11-D, Leica M11-P, Leica M11 Monochrom, Leica M11, Leica M10-R, Leica M10 Monochrom, Leica M-E (Typ 240), Leica M10-P, Leica M10-D, Leica M10, Leica M-D (Typ 262), Leica M (Typ 262), Leica M Monochrom (Typ 246), Leica M-P (Typ 240), Leica M (Typ 240), Leica M-E (Typ 220), Leica M Monochrom (Typ 230), Leica M9-P, Leica M9

Mit dem Leica M-Adapter L lässt sich das Objektiv auch an Leica L-Mount-Kameras verwenden.

Leica Summicron-M 66mm f/2 im Vergleich

Die technischen Daten im direkten Vergleich mit den ähnlichsten Objektiven für Leica M.

ObjektivLeica Summicron-M 66mm f/2Leica APO-Summicron-M 75mm f/2 ASPHLight Lens Lab 75mm F2 SP-IIMeyer-Optik Gorlitz Primoplan 75mm f/1.9 II
Brennweite66 mm75 mm75 mm75 mm
Offenblendef/2f/2f/2f/1,9
Gewicht456 g430 g310 g360 g
Filterdurchmesser49 mm49 mm43 mm52 mm
Naheinstellgrenze100 cm70 cm70 cm75 cm
Länge60,1 mm67 mm73 mm85 mm
Autofokusneinneinneinnein
Bildstabilisatorneinneinneinnein

Häufige Fragen zum Leica Summicron-M 66mm f/2

Hat das Leica Summicron-M 66mm f/2 einen Autofokus?

Nein, das Leica Summicron-M 66mm f/2 hat keinen Autofokus und wird manuell scharfgestellt.

Hat das Leica Summicron-M 66mm f/2 einen Bildstabilisator?

Nein, das Leica Summicron-M 66mm f/2 hat keinen eigenen Bildstabilisator. An Kameras mit Sensor-Bildstabilisator (IBIS) wird das Bild trotzdem stabilisiert.

Wie schwer ist das Leica Summicron-M 66mm f/2?

Das Leica Summicron-M 66mm f/2 wiegt 456 g. Es ist 60,1 mm lang und hat einen Durchmesser von 60 mm.

Welche Filtergröße hat das Leica Summicron-M 66mm f/2?

Das Leica Summicron-M 66mm f/2 hat ein Filtergewinde mit 49 mm Durchmesser.

Wie nah kann das Leica Summicron-M 66mm f/2 scharfstellen?

Die Naheinstellgrenze des Leica Summicron-M 66mm f/2 liegt bei 100 cm, gemessen ab der Sensorebene.

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