
Thypoch Simera 75mm F1.4
- Brennweite
- 75 mm
- Blende
- f/1.4
- Gewicht
- 372 g
- Filter ⌀
- 58 mm
- Naheinstellgrenze
- 60 cm
- Länge
- –
Überblick
Das Thypoch Simera 75mm F1.4 ist ein manuell fokussiertes Vollformat-Teleobjektiv mit mittlerer Brennweite für den Leica-M-Anschluss. Laut Thypoch ist es das vierte Objektiv der Simera-F1.4-Serie und teilt seine Optikrechnung mit dem Filmobjektiv Simera-C 75mm T1.5. Es ist für Porträts gedacht und für Fotografen, die ein lichtstarkes 75mm für Messsucherkameras suchen.
Optischer Aufbau
Thypoch gibt 9 Linsen in 8 Gruppen an, mit 1 asphärischen Linse, 2 Linsen mit hohem Brechungsindex und 2 ED-Linsen. Nach Herstellerangabe kontrolliert die Rechnung chromatische Aberration und Streulicht, und die Asphärentechnik beseitigt Zwiebelringe im Bokeh fast vollständig. Die Blende hat 16 Lamellen, die laut Thypoch von F1.4 bis F16 eine runde Form halten. Die Naheinstellgrenze beträgt 0,6 m. Der Bildwinkel liegt diagonal bei 33 Grad, horizontal bei 28 Grad und vertikal bei 19 Grad. Im Text nennt Thypoch einen Bildkreis von 49 mm, in der Spezifikationstabelle stehen 43,2 mm für Vollformat.
Fokussierung und Bedienung
Es wird manuell fokussiert. Der Blendenring trägt Sonne- und Mond-Symbole, um zwischen gerasteter und stufenloser Blende zu wechseln. Der Fokusring hat bei 0,7 m einen fühlbaren Widerstandspunkt, der die Grenze der Messsucher-Kopplung markiert. Das Design orientiert sich laut Thypoch an der Visifocus-Skala der 1950er Jahre.
Gehäuse und Abmessungen
Das Objektiv hat ein Ganzmetallgehäuse mit 62 mm Frontdurchmesser und 58-mm-Filtergewinde. Das Gewicht beträgt etwa 372 g. Die Länge ohne Gegenlichtblende ist mit 64 mm bis 78 mm angegeben. Das deutet darauf hin, dass sich die Baulänge beim Fokussieren ändert, die Seite nennt aber nicht, welcher Wert zu welcher Fokusstellung gehört.
Einordnung
Im Leica-M-Bereich der Datenbank sind das Leica Noctilux-M 75mm F1.25 ASPH mit 1055 g, das Voigtländer Nokton 75mm f/1.5 mit 350 g und das Leica Summarit-M 75mm F2.4 ASPH mit 325 g nahe Alternativen. Das Simera ist leichter als das Noctilux und ähnlich schwer wie das Nokton, mit einer Offenblende von F1.4 dazwischen. Das Meyer-Optik Görlitz Primoplan 75mm f/1.9 II und das Biotar 75mm f/1.5 II sind weitere Alternativen bei dieser Brennweite.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- F1.4 bei etwa 372 g
- 16 Lamellen für runde Unschärfescheiben
- Gleiche Optikrechnung wie das Filmobjektiv Simera-C 75mm
- Blendenring mit abschaltbarer Rastung
Nachteile
- Nur manueller Fokus
- Nativ nur für Leica M
- Naheinstellgrenze 0,6 m
- Baulänge ändert sich mit der Fokussierung
Fazit
Das Simera 75mm F1.4 ist ein lichtstarkes, leichtes kurzes Tele für Leica M mit 16 Blendenlamellen. Es passt zu Porträtfotografen, die manuellen Fokus in einem kompakten Gehäuse wollen.
Technische Spezifikationen
- min. Brennweite
- 75 mm
- max. Brennweite
- 75 mm
- max. Blende (min. zoom)
- f/1,4
- max. Blende (max. zoom)
- f/1,4
- min. Blende
- f/16
- Elemente
- 9
- Gruppen
- 8
- Gewicht
- 372 g (0,82 lb)
- Filterdurchmesser
- 58 mm
- min. Fokusdistanz
- 60 cm (23,62 in)
- Länge
- –
- Durchmesser
- 62 mm (2,44 in)
An welche Kameras passt das Thypoch Simera 75mm F1.4?
Das Thypoch Simera 75mm F1.4 passt an alle Leica M-Kameras und nutzt dort das volle Kleinbildformat.
Leica M-Kameras
- Vollformat:
- Leica M EV1, Leica M11-D, Leica M11-P, Leica M11 Monochrom, Leica M11, Leica M10-R, Leica M10 Monochrom, Leica M-E (Typ 240), Leica M10-P, Leica M10-D, Leica M10, Leica M-D (Typ 262), Leica M (Typ 262), Leica M Monochrom (Typ 246), Leica M-P (Typ 240), Leica M (Typ 240), Leica M-E (Typ 220), Leica M Monochrom (Typ 230), Leica M9-P, Leica M9
Mit dem Leica M-Adapter L lässt sich das Objektiv auch an Leica L-Mount-Kameras verwenden.
Thypoch Simera 75mm F1.4 im Vergleich
Die technischen Daten im direkten Vergleich mit den ähnlichsten Objektiven für Leica M.
| Objektiv | Thypoch Simera 75mm F1.4 | Meyer-Optik Gorlitz Biotar 75mm f/1.5 II | Voigtländer Nokton 75mm f/1.5 | Leica Noctilux-M 75mm F1.25 ASPH |
|---|---|---|---|---|
| Brennweite | 75 mm | 75 mm | 75 mm | 75 mm |
| Offenblende | f/1,4 | f/1,5 | f/1,5 | f/1,3 |
| Gewicht | 372 g | 650 g | 350 g | 1.055 g |
| Filterdurchmesser | 58 mm | 62 mm | 58 mm | 67 mm |
| Naheinstellgrenze | 60 cm | 75 cm | 70 cm | 85 cm |
| Länge | – | 95 mm | 63 mm | 91 mm |
| Autofokus | nein | nein | nein | nein |
| Bildstabilisator | nein | nein | nein | nein |
Häufige Fragen zum Thypoch Simera 75mm F1.4
Hat das Thypoch Simera 75mm F1.4 einen Autofokus?
Nein, das Thypoch Simera 75mm F1.4 hat keinen Autofokus und wird manuell scharfgestellt.
Hat das Thypoch Simera 75mm F1.4 einen Bildstabilisator?
Nein, das Thypoch Simera 75mm F1.4 hat keinen eigenen Bildstabilisator. An Kameras mit Sensor-Bildstabilisator (IBIS) wird das Bild trotzdem stabilisiert.
Wie schwer ist das Thypoch Simera 75mm F1.4?
Das Thypoch Simera 75mm F1.4 wiegt 372 g.
Welche Filtergröße hat das Thypoch Simera 75mm F1.4?
Das Thypoch Simera 75mm F1.4 hat ein Filtergewinde mit 58 mm Durchmesser.
Wie nah kann das Thypoch Simera 75mm F1.4 scharfstellen?
Die Naheinstellgrenze des Thypoch Simera 75mm F1.4 liegt bei 60 cm, gemessen ab der Sensorebene.
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